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Virtuelle Realität
Virtuelle Realität (VR) bedarf der absoluten Immersion, d.h.,
dass für alle Sinneswahrnehmungen Ersatzstimuli angeboten werden
müssen, die in ihrer Gesamtheit den Eindruck von Realität
erwecken. Hierzu benötigt man Hochleistungscomputer mit Datenanzügen,
die neben stereoskopischer Darstellung auch 3D-Ton und haptische
Eindrücke liefern müssen. Dieses Equipment ist zur Zeit
immer noch sehr kostenintensiv.
Wir beschäftigen uns aus diesem Grund mit Low Cost Virtual
Reality (LCVR) oder auch Artificial Reality, in der der Benutzer
zu einem äußeren Betrachter wird. Dies bedarf einiger
Einschränkungen, aber es genügen Standard-PCs, um die
entsprechenden Szenarien betrach-
ten zu können oder um in ihnen zu interagieren.
Wir unterscheiden dabei zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen
Verfahren:
1. Vorproduzierte Darstellungsformen
Als Beispiele können Sie den Altenberger
Dom besichtigen. Grundlage für dieses Beispiel sind reale
Objekte, die im Stopmotion-Trick aufgenommen wurden. Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, diese Bilder zu betrachten; wir haben sie mit
QuicktimeVR publiziert. Die Bilder können auch im Computer
berechnet werden. Es können aber nur die Motive angezeigt werden,
die vorher produziert worden sind. Durch geschickte Verknüpfung
und Ausschnittsveränderungen wird so Interaktivität bei
bestmöglicher Darstellungsqualität suggeriert.
2. Echtzeitgenerierte Darstellungsformen
Hier sind die Virtual Reality Modeling Language (VRML), Virtual
Reality Engines, z.B. für 3D-Chats oder VR-Entwicklungssysteme,
als Mög-
lichkeiten zu nennen. Die Bilder werden dabei in dem Moment vom
Computer berechnet, in dem sie benötigt werden. Der Interaktions-
grad ist bei diesen Darstellungsformen größer als die
Abbildungs-
qualität der Bilder.
Steigerung des Immersionsgrades
Durch 3D-Sound und dreidimensionales Sehen erhält man eine
deutliche Steigerung des Immersionsgrades. Dies erfordert allerdings
technische Hilfsmittel. Geruch, Haptik, Temperatur etc. sind zur
Zeit nur mit größerem technischen Aufwand realisierbar.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Jörg Pumpa.
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